Unterstütze und fordere die Rettung aller Gefährdeten aus Afghanistan

Wir sind schockiert über die Entwicklungen in Afghanistan.
Es ist ein Versagen auf ganzer Linie: Das Versagen, Verantwortung für eine Situation zu übernehmen, die Deutschland durch jahrzehntelange Destabilisierung mitzuverantworten hat, das Versagen, gefährdete Menschen rechtzeitig zu evakuieren und der politische Wille, lediglich 2015 sich nicht wiederholen zu lassen.

Unsere Mission

Es ist jetzt an uns, so viele Menschen wie möglich aus Afghanistan zu evakuieren. Die Regierung hat Evakuierungen weitestgehend eingestellt, dabei stecken tausende Gefährdete weiter fest.

Wir haben mit Hilfe eurer Spenden und unserem Netzwerk bereits mehrere Hundert Menschen aus Afghanistan evakuiert. Und wir hören nicht auf. Die Wege sind geklärt, jetzt geht es darum, möglichst viele Gefährdete außer Landes zu bringen. Wir haben Listen von Personen, die Unterstützung bei der Flucht brauchen , die jeden Tag länger werden. Während sich die deutsche Bundesregierung aus ihrer Verantwortung stiehlt und Menschen, selbst jene, mit Aufnahmezusage, zurücklässt, arbeiten wir täglich an weiteren Evakuierungen.

Wie vielen Menschen wir helfen können, hängt auch von unseren finanziellen Mitteln ab: Euren Spenden. Bitte beteiligt euch und informiert so viele Menschen wie möglich. Je mehr gespendet wird, desto mehr akut bedrohte Personen haben die Chance auf eine Evakuierung. Vor allem Dauerspenden helfen uns, langfristig zu planen, evakuieren und helfen zu können. Deshalb brauchen wir Euch, als Verbündete der Luftbrücke.

Wir fordern darüber hinaus, dass die Bundesregierung jetzt Verantwortung für die Menschen übernimmt: Schreibt an eure Abgeordneten und teilt unsere Forderung.

  • Gefährdete, die noch nicht auf der Evakuierungsliste der Bundesregierung stehen, müssen weiterhin aufgenommen werden.
  • Es muss ein Visa-on-arrival Verfahren geben, damit Menschen ausgeflogen werden können, die im bürokratischen Irrsinn der letzten Monate noch kein Visum zur Flucht bekommen haben.
  • Die Kriterien für die Evakuierung der Ortskräfte müssen erweitert  werden: Wer von den Taliban gefährdet ist, muss ausfliegen können.
  • Unabhängig der Priorisierung müssen so viele Evakuierungsflüge wie möglich durchgeführt werden.
  • Die Luftbrücke muss wieder aufgenommen werden, so dass alle Gefährdeten die Möglichkeit zur Flucht haben. Allein durch den Einsatz der Bundeswehr sind wahrscheinlich mindestens 100.000 Menschen betroffen. Auch solche, die für Subunternehmer gearbeitet haben, Medienschaffende oder Menschenrechtsaktivist:innen.
  • Sofortige Katastrophenhilfe für Binnenflüchtende und Menschen in den angrenzenden Ländern.
  • Flucht nach Europa darf nicht kriminalisiert werden. Europa darf sich nicht weiter abschotten und muss den Staaten, die auf den Fluchtrouten aus Afghanistan liegen, signalisieren, dass es bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Alles andere wäre eine gefährliche Signalwirkung an diese, sich ebenfalls abzuschotten.

Es ist beschämend, wie viel Zeit vergeudet wurde, es ist beschämend, dass so viele Menschen weiterhin in Afghanistan festsitzen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen nicht zurückgelassen werden. Wir können viel darüber reden, wer wir sein wollen. In unseren Handlungen zeigt sich, wer wir sind.

#LeaveNoOneBehind #Luftbruecke #Kabul #Kabulluftbruecke

Updates

Allgemein

Update: Wer sind die Menschen?

Wer sind die Menschen, die Kabulluftbrücke aus Afghanistan evakuiert? Die Menschen kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft: Richterinnen, Intellektuelle, Klimaaktivist*innen, Sportler*innen, LGBTIQ Personen und viele mehr. Unzählige weitere stehen noch auf unseren Listen und sitzen nach wie vor in Afghanistan fest. Einige derer, die es mit Hilfe der Kabulluftbrücke geschafft…
Press KLB
13. Oktober 2021
Allgemein

Long time no see?

Long time, no see? Ihr habt lange nichts mehr von uns gehört, was aber nicht bedeutet, dass wir nicht weiter evakuieren. Im Gegenteil: Während die Bundesregierung einen “Zapfenstreich” veranstaltet und einen Schlusstrich hinter den Afghanistan Einsatz setzen möchte, konnten wir alleine letzte Woche auf zwei Flügen mit der Afghanischen KamAir,…
Jo Mi
13. Oktober 2021
Allgemein

Update 02.09.2021

Evakuierungen müssen weiter gehen: BMI muss Liste öffnen, Kabulluftbrücke macht weiter Die Evakuierung ist nicht zu Ende: Das Bundesinnenministerium muss die Liste gefährdeter Personen für die Evakuierungen wieder öffnen. Den teils hoch gefährdeten Personen aus der Zivilgesellschaft darf nicht weiter durch bürokratische Hürden eine Flucht verunmöglicht werden. Zahlreiche Initiativen, darunter…
fach
2. September 2021

FAQ

Was macht Kabulluftbruecke eigentlich genau?

Die Bundesregierung hat versprochen, schutzbedürftige Menschen aus Afghanistan zu evakuieren. Leider ist sie zurzeit damit überfordert, ihr Versprechen einzulösen. Wir als Kabulluftbruecke wollen bei diesem Regierungsversagen nicht einfach zuschauen, sondern helfen. Allerdings sind unsere Möglichkeiten begrenzt: Wir können nur wenigen Personen bei der Evakuierung helfen und sie müssen dazu entweder Staatsbürger sein, einen Aufenthaltstitel haben oder eine schriftliche Aufnahmezusage von der Bundesregierung. Trotzdem wollen wir möglichst viele Personen beraten und unterstützen, aus Afghanistan legal und sicher fliehen zu können. Momentan bauen wir dafür bessere Strukturen auf.

Könnt ihr mir oder anderen helfen, aus Afghanistan nach Deutschland zu kommen?

In erster Linie ist dies die Aufgabe der Bundesregierung. Wir können zurzeit nur wenige Personen evakuieren, die eine schriftliche Aufnahmezusage durch die Bundesregierung haben, die deutsche Staatsbürger sind oder einen deutschen Aufenthaltstitel haben. Leider ist es momentan sehr schwierig, kurzfristig eine solche Zusage zu bekommen, da bei der Bundesregierung dafür der politische Wille fehlt. Wir setzen uns politisch dafür ein, dass mehr Menschen eine Aufnahmezusage bekommen, haben im Einzelfall jedoch selbst keine Möglichkeiten, eine solche zu erwirken.

Auch falls wir euch bzw. die von euch unterstützten Menschen zurzeit leider nicht evakuieren können, schildert uns euren Fall gerne per Mail an cases@luftbruecke.lnob.net. Wir werden euch im Rahmen unserer Möglichkeiten informieren und beraten. Bitte beachtet jedoch,

⦁    dass wir nicht auf alle Anfragen zeitnah antworten können,
⦁    dass wir nicht über die Aufnahmezusagen entscheiden und
⦁    dass wir keinen Einfluss auf Entscheidungen der Behörden haben.

Bitte seht auch von einseitigen Nachfragen oder wiederholten Anfragen ab, da diese unsere Arbeit nur verzögern und nicht beschleunigen können.

Wo kann ich eine Aufnahmezusage für Schutzsuchende beantragen?

Dies ist für Angehörige verschiedener Gruppen unterschiedlich geregelt:

  • Deutsche Staatsbürger und Inhaber deutscher Aufenthaltstitel: Sie benötigen keine Aufnahmezusage, können von uns evakuiert werden, sich selbst einen Flug buchen und sich direkt an das Auswärtige Amt bzw. die deutschen Botschaften in Teheran, Islamabad oder anderswo wenden.
  • Ehemalige Ortskräfte deutscher Organisationen: Die (ehemals) arbeitgebende Organisation kann theoretisch eine Aufnahmezusage über das Bundesinnenministerium erwirken. Zurzeit ist wegen der hohen Zahl an Anfragen allerdings mit einer Wartezeit von mehreren Wochen zu rechnen.
  • Ehegatt/innen, Kinder und Eltern in Deutschland lebender Personen: Hier kommt eine Aufnahmezusage im Rahmen der Familienzusammenführung über die IOM in Betracht: https://germany.iom.int/de/internationalde. Der Prozess läuft allerdings auch durch das Bundesinnenministerium, weshalb voraussichtlich mit einer Wartezeit von mehreren Wochen zu rechnen ist.
  • Sonstige besonders gefährdete Personen: Das entsprechende Aufnahmeprogramm der Bundesregierung wurde Ende August geschlossen, die etwa 2.600 als besonders gefährdet identifizierten Personen und ihre Angehörigen werden zurzeit über einen externen Dienstleister benachrichtigt, um ihnen eine schriftliche Aufnahmezusage auszustellen. Die Bundesregierung nimmt keine weiteren Anfragen bezüglich humanitärer Aufnahme für besonders gefährdete Menschen aus Afghanistan mehr an.
  • Sonstige Schutzsuchende ohne besondere Gefährdung: Kein Aufnahmeprogramm der Bundesregierung, aber man kann sich trotzdem an andere Organisationen wenden. Falls keine Aufnahmezusage der Bundesregierung vorliegt oder zeitnah zu erwarten ist, kann es sinnvoll sein, die Möglichkeiten für eine Aufnahmezusage oder ein Visum anderer Staaten zu prüfen.

Warum macht das alles eigentlich nicht die Regierung?

Das fragen wir uns auch, warten aber nicht auf die Antwort, sondern fangen schon mal an. Wir arbeiten dabei mit den zuständigen Regierungsstellen zusammen. Mangelnder politischer Wille und stark bürokratisierte Abläufe der deutschen Bürokratie verhindern jedoch eine gewisse Flexibilität, die wir offenbar eher gewährleisten können.

Was macht ihr mit dem gespendeten Geld?

Sofern kein besonderer Spendenzweck definiert ist, setzen wir alle Spenden dafür ein, gefährdete Menschen aus Afghanistan zu evakuieren. Sollte dies irgendwann nicht länger sinnvoll möglich sein, werden wir es anderweitig möglichst effektiv für humanitäre Hilfe und Menschen auf der Flucht einsetzen.

Habt ihr eine Kontaktadresse für Presse & Medien?

Sie erreichen uns unter press@kabulluftbruecke.de.

Eine Aktion von

#LeaveNoOneBehind,  Sea‑Watch,  Seebrücke,  Wir Sagen Moin,  Operation Mercy,  Tour d‘ Amour,  Hassmelden,  Visions for Children,  Flüchtlingshilfe Flensburg,  ZIVD – Zentrum Interkultureller Verständigung Dresden,  Europe Cares,  Hand in Hand Rettungskette,  YAAR,  Peng,  borderline-europe,  Mare Liberum,  SOS Balkanroute,  Germany Must Act,  GoVolunteer,  Afghanisches Kommunikations und Kulturzentrum,  Afghanisch-Deutsche Kulturinitiative Bremen,  WelcomeCamp,  Adopt a Revolution,  JÖ München – jung.ökologisch,  REFUGIUM Flüchtlingshilfe,  Sea-Eye,  Colourful Voices,  PunK e.V. – Verein für Politik und Kunst,  IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung,  Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV),  Europeans for Humanity,  HAMBURGER*MIT HERZ,  WIR MACHEN DAS,  BORDA,  Blindspots,  Ökumenische BAG Asyl in der Kirche,  InterAktiv,  Reflecta,  JÖ Bundesverband – jung. ökologisch,  Büro für Diskriminierungskritische Arbeit Stuttgart,  CADUS,  Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN),  HERMINE,  Ausbildung statt Abschiebung (AsA),  Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg,  Mamas For Moria,  BUNDjugend Niedersachsen,  Medical Volunteers International,  Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen,  ROSA – rolling safespace,  ECADA – European Citizens Against Deportation to Afghanistan,  BetterPolice,  Refugee Law Clinic Leipzig,  Flüchtlingshilfe Lippe e.V.,  Flüchtlingsrat Hamburg,  weserholz,  Jusos Ostalb,  Spielmobile,  Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA),  STELP,  Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge,  OMAS GEGEN RECHTS Euskirchen,  Reporter ohne Grenzen,  Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen DFG-VK Frankfurt,  Verein der afghanischen Märtyrer Familien (hinterbliebenen Familien),  Afghanische Gemeinde Berlin,  SV Borussia Leer,  Flüchtlingsrat Brandenburg,  Soup and Socks,  WESTKREUZ,  Chaoze One,  NANGADEF e.V,  Radkurier24,  Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen (ZBBS),  Eine Welt Netz NRW,  Projekt Connect,  Campus Cosmopolis,  Rotkäppchens Garten,  Business Teshno,  Klimaliste Berlin,  Drei Musketiere Reutlingen,  FiA Frauen in Aktion Göttingen,  Rolling Cinema,  freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs),  Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein,  Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt,  Hamburger Hilfskonvoi,  Kindersprachbrücke Jena,  Servicestelle FREIE SZENE Sachsen,  Balkanbrücke,  Weitblick Hamburg,  Initiative 9. November Bünde,  XENION – Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte,  Bündnis 90/Die Grünen | Kreisverband Freiburg,  Second-Bandshirt,  Projekt Seehilfe,  WoMentor.at,  Social Period  STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative,  Rechtsanwalt Bahman Wahab,  mit offenen Armen,  Diversity Media,  Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf,  Jugendliche ohne Grenzen,  PalMed Deutschland,  ZK/U Berlin,  Singasylum,  Interkular,  Afhanisch Deutscher Förderverein für Bildung, Gesundheit und Handwerk (AFGHAN e.V.),  >Roots Förderverein interkultureller Garten,  Wir packen’s an,  Hanseatic Help,  Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen,  PEACE of PAPER,  Freundeskreis Asyl Abtsgmünd,  kohero,  Refugee Law Clinic Kiel,  Sächsischer Flüchtlingsrat,  Aphva international,  Omas gegen Rechts Lübeck,  Catcalls of Koblenz,  Occupy Germany,  ISG-TELGTE,  AMICA,  Dr. Özkan Suat,  All Hands on Deck,  Flüchtlingsinitiative Bremen,  IIPM/Milo Rau,  GRÜNE JUGEND Freiburg,  Die Insel Hilft,  Die Grünen Frauen Wien,  Binnovation,  Flüchtlings- und Integrationshilfe Idstein,  ArrivalAid,  Randgruppenparadies,  Human Aid Collective,  BAR PACIFICO,  People4people,  Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen,  Kölner Großeltern gegen Rechts,  LesMigraS / Lesbenberatung Berlin e.V.,  kamikaze-radio,  OM10 Göttingen,  LATEMAR FILM,  Volt Sachsen,  Flüchtlingshilfe „Auf dem Hümmling e.V.“,  Artists For Future Stade,  Westwind Hamburg,  Ben & Jerry’s,  Kölner Spendenkonvoi,  Ak Asyl Friedrichsdorf,  Flüchtlingsrat Hamburg,  Ausländerhilfe im Landkreis Ebersberg,  Perspektive Solidarität Hamburg,  Trauma and Prostitution,  campus:grün köln,  RSNZRFLXN,  Bündnis 90/Die Grünen Friedrichshain-Kreuzberg,  schrankenlos,  Bündnis Solidarische Stadt Hamburg, Netzwerk Recherche e.V.

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