Über die Aufnahme von Menschen aus Afghanistan wird oft mit Unterstellungen statt mit Fakten diskutiert. Schutzsuchende werden pauschal als Sicherheitsrisiko dargestellt, obwohl deutsche Behörden in den durchgeführten Sicherheitsinterviews keine Bedenken festgestellt haben. Deshalb halten wir mit Fakten dagegen. Allerdings müssen wir dabei auch vorsichtig sein:

All diese Menschen werden in Afghanistan verfolgt. Ihr Schutz hat für uns höchste Priorität. Viele von ihnen befinden sich derzeit in laufenden Verfahren. Das heißt, Gerichte haben noch nicht endgültig über ihre Rechtsgesuche entschieden. Wir erzählen daher nur das Nötigste aus ihrem Leben, um zu zeigen, dass die Ablehnung ihrer Aufnahme falsch ist.

Doch auch so sprechen die Zahlen und Fakten für sich. Schließlich geht es um 479 Menschen in 84 Fällen, bei denen eine Gefährdung belegt ist und die zum Teil schon längst Visa für Deutschland in ihren Pässen hatten. Eine klare Sache, sollte man meinen.

Die Bundesregierung kämpft allerdings weiterhin mit allen Mitteln gegen die Aufnahme dieser Menschen, denen Deutschland selbst Schutz zugesagt hat. Damit verliert sie nicht nur Gerichtsverfahren, sondern auch ihre Glaubwürdigkeit.

„Auch wenn der Exekutive zulässigerweise ein weiter Entscheidungsspielraum eingeräumt ist, so ist sie im Rechtsstaat niemals „völlig frei“. Sie ist an allgemeine rechtsstaatliche Grundsätze wie das Willkürverbot gebunden“
(Amtlicher Leitsatz zum Beschluss des Zweiten Senats vom 22. Juli 2026; 2 BvR 319/26).

Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban hat das Bundesverfassungsgericht also klargestellt: Pauschal ablehnen geht nicht. Die Bundesregierung muss jeden Einzelfall prüfen und ihre Entscheidungen vor dem Parlament und in der öffentlichen Debatte rechtfertigen. Doch diese Debatte entsteht nicht von selbst.

Dabei helfen wir gerne!

In unseren Sieben Steckbriefen legen wir sieben prägnante Einzelfälle vor. Wie ist die Gefährdungslage? Wie ist der Status im Visaprozess? Welche Härten (Festnahmen, Abschiebungen) begleiten den langwierigen Aufnahmeprozess?

Eine Gemeinsamkeit ist uns besonders wichtig: In allen sieben Fällen sind die Hauptantragstellerinnen allein reisende Frauen.

Im Falle einer Nicht-Aufnahme nach Deutschland droht eine sofortige Abschiebung zurück nach Afghanistan. Diese Frauen müssten somit in ein Land zurückkehren, in dem sie durch die Taliban systematisch entrechtet werden und in dem ihre Töchter keinerlei Perspektive auf ein emanzipiertes und selbstbestimmtes Leben haben.

Ihre Steckbriefe sind das beste Argument für eine zügige Aufnahme in allen 84 Fällen, denn drei von vier der insgesamt 479 Menschen, die noch immer warten, sind Frauen und Kinder.

Bring mit uns die Debatte ins Rollen:

Schicke die Steckbriefe mit unserer E-Mail-Vorlage als kleine Arbeitshilfe direkt ans Innenministerium für eine echte Einzelfallprüfung!

Es ist an der Zeit, dass die Visaverfahren endlich fortgesetzt und die Menschen, die hinter all diesen Fällen stehen, aufgenommen werden!

Hier geht's zur E-Mail-Vorlage

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